
Die DSL-Versorgung in Deutschland entzweit die Nation: in Gebiete mit und in Gebiete ohne breitbandigen Internetanschluss. Eine vom Landkreis Greiz beauftragte Studie enthüllt, dass in 84 Prozent der hiesigen Haushalte keine ausreichende Internetanbindung gewährleistet ist. Während die Verantwortlichen bereits den Beschluss gefasst haben, die weißen Flecken auf der Landkarte bis 2011 zu beseitigen, bleibt die Situation in Trebnitz ungewiss.
Denn auch hier verläuft ein unsichtbarer Graben, und zwar in doppelter Hinsicht. Während einige Trebnitzer schon vom schnellen Internet profitieren, verbringen andere noch Stunden mit dem Ladebalken. Gleichzeitig wurde Schwaara als unterversorgte Gemeinde in der Studie des Landkreises identifiziert und kann in naher Zukunft - sofern die Beschlüsse fristgerecht umgesetzt werden - mit Besserung rechnen. Die Vorzeichen sind gut, zumal die Kreispolitiker die Angelegenheit als Schwerpunkt-Thema behandeln und der Freistaat die Breitbandinitiative "Thüringen Online" angeschoben hat. Das Projekt soll den DSL-Ausbau in ländlichen Gebieten forcieren und wird u.a. mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II gefördert.
Mittel und Wege von denen Trebnitz nur träumen kann
Mittel und Wege von denen Trebnitz nur träumen kann, denn der Ort gehört, wegen seiner Zugehörigkeit zur Stadt Gera, weder zur ländlichen Region, noch hat man den Eindruck, dass das Problem in Gera thematisiert geschweige denn priorisiert behandelt wird.
Und so kann Trebnitz - genau wie die übrigen "vergessenen Gemeinden Geras" nur hoffen, dass es von den Ausbaumaßnahmen im Landkreis profitiert, denn an Trebnitz kommt man auf dem Weg nach Schwaara nicht vorbei - Richtfunk ausgenommen.