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Vor über 600 Jahren wurde das Dorf Trebnitz und nur wenige Jahrzehnte später das Vorwerk Laasen urkundlich erwähnt. Allerdings reichen die Spuren menschlicher Besiedlung dieses Gebietes wesentlich weiter in die Geschichte zurück. Daran erinnern noch heute alte Flurbezeichnungen in der Trebnitzer und Laasener Flur, wie Zoche, Rodeland, Steinertsberg, Geiersberg, Hasensäule, Gumlichse, Speutewitz und Tännicht. Bereits seit dem 19. Jahrhundert wurden auf einigen dieser Flurstücke immer wieder steinzeitliche und slawische Scherben und Werkzeuge gefunden. Der Ort Trebnitz liegt nordöstlich von Gera auf der Spitze einer Hochebene (Höhe 285 NN) an der alten Ronneburg - Eisenberger Handelsstraße. Der Brauhausteich, der Oberdorfteich und die Lache befanden sich in der Trebnitzer Flur. Der Dorfbrunnen mit seiner Holzpumpe im Flurstück Tännicht besitzt für den Ort Trebnitz historischen Wert. Südwestlich von Trebnitz ist in einer Talsenke an drei Teichen der idyllisch gelegene Ort Laasen eingebettet. Das Dorf Laasen entstand im Umfeld des hier ursprünglich befindlichen Vorwerkes und späteren landesherrschaftlichen Kammergutes. Während es in Laasen über Jahrhunderte kaum Einzelbauern gab, wurde die landwirtschaftliche Struktur in Trebnitz von vielen, unterschiedlich großen Bauerngütern bestimmt. Um 1870 bestanden in Trebnitz 38 Privathäuser und 30 Scheunen. Insgesamt lebten damals 45 Familien mit 256 Personen hier. Relativ früh (1444) wird in Trebnitz eine Kirche erwähnt. Daneben bestand im Ort annähernd 400 Jahre eine eigene Schule, die auch von den Schulkindern aus Laasen und Schwaara besucht wurde. Für die Wirtschaftsgeschichte der Region nicht uninteressant sind die vom 16. bis 19. Jahrhundert immer wieder unternommenen Versuche,den hier anstehenden Kupferschiefer abzubauen. Trotz großer Aufwendungen entsprach die Ausbeute zu keiner Zeit den Erwartungen. Das traditionelle Leben im Dorf, die Wirtschafts- und Sozialstruktur, änderten sich in den Jahrzehnten nach 1945 gravierend. 1960 wurde in Trebnitz die LPG Typ I "Einigkeit" gegründet, die 1968 mit den LPG's aus Laasen und Schwaara zur LPG Typ III fusionierte. Um 1990 hatte diese LPG ca. 140 Mitglieder. Heute finden viele Einwohner in der Landwirtschaft keine Beschäftigung mehr und betreiben diese als Nebenerwerbsbetriebe. Eine ähnliche Entwicklung vollzog sich auch in Laasen, nachdem hier 1946 durch die Bodenreform 13 Neubauernstellen geschaffen wurden. 1950 wurde Laasen endgültig nach Trebnitz eingemeindet. Mit der Eröffnung des Einkaufmarktes "Globus" (1992) und des Großmarktes "Selgros" (1995) wurde für die Orte eine völlig neue Entwicklung eingeleitet. Mit Wirkung vom 1.7.1994 wurde Trebnitz in die Stadt Gera eingemeindet. Eine Verfassungsklage des Ortes gegen diese Eingemeindung ist noch nicht entschieden. Mit der folgenden Zeittafel soll der Versuch unternommen werden, anhand von historischen Details Einblicke in die Vergangenheit von Trebnitz und Laasen zu ermöglichen. Neuere Artikel:
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| Aktualisiert ( Dienstag, 17. November 2009 um 22:29 ) | |
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