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04.

Nov

2005

Chronik 1940 - 1949 PDF Drucken E-Mail
  
 
  •  Die Jahre 1940 - 1949


Im Ort Trebnitz herrscht eine große Mäuseplage.
  11.1940

Am Gemeindehaus werden größere Reparaturen vorgenommen, durch den Bauunternehmer Hermann Dietzmann erfolgt eine Isolierung der Grundmauern.
12.12.1940 
Durch Beschluß des Amtsgerichtes Gera wird den Mitgliedern des Turnvereins Trebnitz/Schwaara bekanntgegeben: "Alle dem NS-Reichsbund für Leibesübungen angehörenden Vereine haben die vorgeschriebene Einheitssatzung anzunehmen und nach ihrer Bestätigung zur Eintragung in das Vereinsregister anzumelden. Gleichfalls ist der Vereinsführer anzumelden." 310 Einwohner leben in der Gemeinde Trebnitz.

Der Schankwirt Werner Landgraf wird zur Wehrmacht einberufen. Dem Gesuch um Erlaubnis zur Fortführung der Gastwirtschaft durch Frau Gertrud Landgraf wird am 8.April 1941 zugestimmt.
  04.1941

In der Gemeinde wird die Luftschutzwache eingeführt. Zur Wache werden alle männlichen Bewohner des Ortes bis zum 70. Lebensjahr verpflichtet. Im August erfolgt die Bekanntgabe einer Verordnung des Reichsstatthalters von Thüringen zum "Schutz der Ernte vor Zerstörung durch feindliche Luftangriffe". Die große Glocke der Kirche wird zu Kriegszwecken eingeschmolzen.

Über Trebnitz geht ein schweres Gewitter nieder, große Wasserschäden treten bei Willy Gerhardt und Artur Bauer auf. In den Akten der Feuerwehr wird Paul Häßelbarth als Ortsfeuerwehrführer der Gemeinde Trebnitz erwähnt. Die Feuerwehr kauft eine Motorfeuerspritze mit 2 Radtransportwagen von der Fa. Höhne und Steinbach aus Gera.

Die Kosten für die Luftschutzwache werden auf die einzelnen Haushalte umgelegt. Es bezahlen: - 6 Haushalte 1,20 RM pro Monat - 18 Haushalte 0,80 RM pro Monat - 20 Haushalte 0,45 RM pro Monat - 26 Haushalte 0,25 RM pro Monat.

Da die Autos des Deutschen Roten Kreuzes in dieser Zeit völlig überlastet sind, übernimmt der Bauer Rudolf Eichler mit seinem Pferdegespann erforderlich werdende Krankentransporte. Der Bullenhalter aus Trebnitz, Bauer Helmut Gerhardt wird zur Wehrmacht eingezogen, der Bauer Rudolf Eichler erklärt sich bereit, einen Vertragsbullen anzukaufen.

Der Ort Laasen mit dem Kammergut der Fürstlichen Hofkammer werden für kurze Zeit kampflos von den Amerikanern besetzt, am 13. April erfolgt die Übergabe des Ortes an die russische Besatzung. Der Pächter des Kammergutes, Robert Ebersbach wird für 3 Wochen in Haft genommen. In Laasen wird die sogenannte "Hitler-Eiche" entfernt und an deren Stelle ein Lindenbaum gepflanzt. Die Funktion des Bürgermeisters in Laasen übernimmt Franz Franke bis 1948.

Der Turnverein Trebnitz(Schwaara wird auf Grund der Anordnung des Alliierten Kontrollrates vom 17. Dezember 1945, bestätigt durch die Direktive Nr. 23, auf der stattgefundenen Koordinationskomitee-Versammlung aufgelöst worden.
  10.1946

Wegen Gefährdung der Volksernährung wird der Trebnitzer Bürgermeister Schmidtchen durch die russische Militärbehörde zu 3 Monaten Haftstrafe verurteilt. Das Amt des Bürgermeisters übernimmt vom 6.10.1946 bis 3.1.1947 Kurt Eichler. Die Gemeindevertreter sehen das Urteil für Schmidtchen zu Unrecht und wählen am 3. Januar 1947 Schmidtchen erneut zum Bürgermeister von Trebnitz. In den Gemeinderat werden die Bürger Alfred Walther und Hugo Schädel gewählt. Die Bodenreform wird durchgeführt. Zu den 54 aufzuteilenden Gütern im Landkreis Gera zählte auch das Kammergut in Laasen. Die Dorfkommission vollzieht die Aufteilung der Grundstücke und Felder. Es entstehen 13 Neubauernstellen, eine Kuh und ein Pferd zählten zur ersten Ausrüstung. Jede Neubauernstelle erhielt durchschnittlich ca. 6,5 ha Land. Im Laasener Grund entstehen 2 Gärtnereien.
1946/1947

Die Anlieger von Laasen bitten um Trockenlegung des "Wiesenteiches", um Gartenland zu gewinnen.

Der Schulvorstand in Trebnitz wird neu gewählt: Zum Vorsitzenden wird der Bürgermeister Schmidtchen gewählt. Weitere Mitglieder waren Paul Häßelbarth, Willy Hühn und Alfred Geßner.
  23.07.1947

Die Ortssatzung zur Erstattung der Vergnügungssteuer tritt für die Gemeinde in Kraft. Der Dorfteich wird für eine Pacht von jährlich 50 RM an Herrn Arno Fleischer aus Gera verpachtet.

Für die Mitglieder der Feuerwehr wird eine zusätzliche Versicherung abgeschlossen.
  13.05.1948

Eine Patenschaft für einen Neubauernhof in Laasen wird übernommen. Die Verteilung der Gespanndienste bestellt Paul Häßelbarth und Werner Gerhardt, die der Handdienste übernimmt Arno Müller und Franz Walther. Die Gestellung erfolgt auf Anordnung des Bürgermeisters Franke aus Laasen.
  16.06.1948

Das Ortststatut über die Wasserentnahme aus der öffentlichen Wasserleitung tritt in Kraft (u.a. wurde die Entnahme von Wasser zum Gießen der Gärten und Tränken des Viehes untersagt).
Ein Ansuchen zur Errichtung einer dritten Gaststätte in Trebnitz wird abgelehnt.
  25.08.1948

Das Klischee des Gemeindesiegels wird bestätigt und genehmigt
  28.12.1948

Das Anlegen und Führen eines Flurbuches wird beschlossen. Zum 1. Flurwächter der Gemeinde wird R. Hemann bestimmt, zweiter Flurwächter wird Johann Hoja.
  1948

In eine neu gebildete Brandkommission werden die Bewohner von Trebnitz Paul Häßelbarth und Kurt Eichler gewählt. Für den Bezirk Korbußen wird Karl Schädel als Fleischbeschauer bestätigt.

Die Neubildung folgender Ausschüsse in der Gemeinde macht sich erforderlich: Wohnungsausschuß, Ernährungsausschuß, Sozialausschuß und Wasserausschuß.
  02.03.1949

Ein zweiter Standesbeamter wird für die Gemeinde bestimmt, das Amt übernimmt Friedrich Walter.
  07.10.1949

Am Gemeindebrunnen werden neue Rohre verlegt.
  23.11.1949

Das "Zochenbad" in der Trebnitzer Flur wird nach Gera eingemeindet. Das Bad erfreute sich großer Beliebtheit unter den Einwohnern, Kinder zahlten 0,05 RM. pro Tag, Erwachsene 0,10 RM. Für die gesamte Badesaison zahlten Erwerbslose 1,00 RM Kinder 0,75 RM und in Erwerb stehende 1.50 RM. Bei Schachtarbeiten der SDAG-Wismut versiegte die Quelle und das Bad schloß seine Pforten für immer.
Im Dorfteich in Laasen kommt es aus ungeklärter Ursache zu einem großen Fischsterben.
Die Fußwege innerhalb der Gemeinde Trebnitz werden mit Splitt aus Grobsdorf ausgebessert.
Aktualisiert ( Sonntag, 06. November 2005 um 21:08 )
 

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