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Im Ort Trebnitz herrscht eine große Mäuseplage.
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11.1940
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Am Gemeindehaus werden größere Reparaturen
vorgenommen, durch den Bauunternehmer Hermann Dietzmann erfolgt
eine Isolierung der Grundmauern.
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| 12.12.1940
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Durch Beschluß des Amtsgerichtes Gera wird den
Mitgliedern des Turnvereins Trebnitz/Schwaara bekanntgegeben:
"Alle dem NS-Reichsbund für Leibesübungen
angehörenden Vereine haben die vorgeschriebene
Einheitssatzung anzunehmen und nach ihrer Bestätigung zur
Eintragung in das Vereinsregister anzumelden. Gleichfalls ist der
Vereinsführer anzumelden." 310 Einwohner leben in der
Gemeinde Trebnitz.
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Der Schankwirt Werner Landgraf wird zur Wehrmacht einberufen.
Dem Gesuch um Erlaubnis zur Fortführung der Gastwirtschaft
durch Frau Gertrud Landgraf wird am 8.April 1941 zugestimmt.
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04.1941
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In der Gemeinde wird die Luftschutzwache eingeführt. Zur
Wache werden alle männlichen Bewohner des Ortes bis zum 70.
Lebensjahr verpflichtet. Im August erfolgt die Bekanntgabe einer
Verordnung des Reichsstatthalters von Thüringen zum "Schutz
der Ernte vor Zerstörung durch feindliche Luftangriffe".
Die große Glocke der Kirche wird zu Kriegszwecken
eingeschmolzen.
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Über Trebnitz geht ein schweres Gewitter nieder, große
Wasserschäden treten bei Willy Gerhardt und Artur Bauer auf.
In den Akten der Feuerwehr wird Paul Häßelbarth als
Ortsfeuerwehrführer der Gemeinde Trebnitz erwähnt. Die
Feuerwehr kauft eine Motorfeuerspritze mit 2 Radtransportwagen
von der Fa. Höhne und Steinbach aus Gera.
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Die Kosten für die Luftschutzwache werden auf die
einzelnen Haushalte umgelegt. Es bezahlen:
- 6 Haushalte 1,20 RM pro Monat
- 18 Haushalte 0,80 RM pro Monat
- 20 Haushalte 0,45 RM pro Monat
- 26 Haushalte 0,25 RM pro Monat.
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Da die Autos des Deutschen Roten Kreuzes in dieser Zeit völlig
überlastet sind, übernimmt der Bauer Rudolf Eichler mit
seinem Pferdegespann erforderlich werdende Krankentransporte. Der
Bullenhalter aus Trebnitz, Bauer Helmut Gerhardt wird zur
Wehrmacht eingezogen, der Bauer Rudolf Eichler erklärt sich
bereit, einen Vertragsbullen anzukaufen.
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Der Ort Laasen mit dem Kammergut der Fürstlichen
Hofkammer werden für kurze Zeit kampflos von den Amerikanern
besetzt, am 13. April erfolgt die Übergabe des Ortes an die
russische Besatzung. Der Pächter des Kammergutes, Robert
Ebersbach wird für 3 Wochen in Haft genommen. In Laasen wird
die sogenannte "Hitler-Eiche" entfernt und an deren
Stelle ein Lindenbaum gepflanzt. Die Funktion des Bürgermeisters
in Laasen übernimmt Franz Franke bis 1948.
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Der Turnverein Trebnitz(Schwaara wird auf Grund der Anordnung
des Alliierten Kontrollrates vom 17. Dezember 1945, bestätigt
durch die Direktive Nr. 23, auf der stattgefundenen
Koordinationskomitee-Versammlung aufgelöst worden.
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10.1946
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Wegen Gefährdung der Volksernährung wird der
Trebnitzer Bürgermeister Schmidtchen durch die russische
Militärbehörde zu 3 Monaten Haftstrafe verurteilt. Das
Amt des Bürgermeisters übernimmt vom 6.10.1946 bis
3.1.1947 Kurt Eichler. Die Gemeindevertreter sehen das Urteil für
Schmidtchen zu Unrecht und wählen am 3. Januar 1947
Schmidtchen erneut zum Bürgermeister von Trebnitz. In den
Gemeinderat werden die Bürger Alfred Walther und Hugo
Schädel gewählt. Die Bodenreform wird durchgeführt.
Zu den 54 aufzuteilenden Gütern im Landkreis Gera zählte
auch das Kammergut in Laasen. Die Dorfkommission vollzieht die
Aufteilung der Grundstücke und Felder. Es entstehen 13
Neubauernstellen, eine Kuh und ein Pferd zählten zur ersten
Ausrüstung. Jede Neubauernstelle erhielt durchschnittlich
ca. 6,5 ha Land. Im Laasener Grund entstehen 2 Gärtnereien.
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1946/1947
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Die Anlieger von Laasen bitten um Trockenlegung des
"Wiesenteiches", um Gartenland zu gewinnen.
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Der Schulvorstand in Trebnitz wird neu gewählt: Zum
Vorsitzenden wird der Bürgermeister Schmidtchen gewählt.
Weitere Mitglieder waren Paul Häßelbarth, Willy Hühn
und Alfred Geßner.
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23.07.1947
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Die Ortssatzung zur Erstattung der Vergnügungssteuer
tritt für die Gemeinde in Kraft. Der Dorfteich wird für
eine Pacht von jährlich 50 RM an Herrn Arno Fleischer aus
Gera verpachtet.
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Für die Mitglieder der Feuerwehr wird eine zusätzliche
Versicherung abgeschlossen.
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13.05.1948
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Eine Patenschaft für einen Neubauernhof in Laasen wird
übernommen. Die Verteilung der Gespanndienste bestellt Paul
Häßelbarth und Werner Gerhardt, die der Handdienste
übernimmt Arno Müller und Franz Walther. Die Gestellung
erfolgt auf Anordnung des Bürgermeisters Franke aus Laasen.
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16.06.1948
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Das Ortststatut über die Wasserentnahme aus der
öffentlichen Wasserleitung tritt in Kraft (u.a. wurde die
Entnahme von Wasser zum Gießen der Gärten und Tränken
des Viehes untersagt).
Ein Ansuchen zur Errichtung einer dritten Gaststätte in
Trebnitz wird abgelehnt.
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25.08.1948
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Das Klischee des Gemeindesiegels wird bestätigt und
genehmigt
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28.12.1948
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Das Anlegen und Führen eines Flurbuches wird beschlossen.
Zum 1. Flurwächter der Gemeinde wird R. Hemann bestimmt,
zweiter Flurwächter wird Johann Hoja.
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1948
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In eine neu gebildete Brandkommission werden die Bewohner von
Trebnitz Paul Häßelbarth und Kurt Eichler gewählt.
Für den Bezirk Korbußen wird Karl Schädel als
Fleischbeschauer bestätigt.
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Die Neubildung folgender Ausschüsse in der Gemeinde macht
sich erforderlich: Wohnungsausschuß, Ernährungsausschuß,
Sozialausschuß und Wasserausschuß.
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02.03.1949
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Ein zweiter Standesbeamter wird für die Gemeinde
bestimmt, das Amt übernimmt Friedrich Walter.
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07.10.1949
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Am Gemeindebrunnen werden neue Rohre verlegt.
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23.11.1949
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Das "Zochenbad" in der Trebnitzer Flur wird nach
Gera eingemeindet. Das Bad erfreute sich großer Beliebtheit
unter den Einwohnern, Kinder zahlten 0,05 RM. pro Tag,
Erwachsene 0,10 RM. Für die gesamte Badesaison zahlten
Erwerbslose 1,00 RM Kinder 0,75 RM und
in Erwerb stehende 1.50 RM. Bei Schachtarbeiten der SDAG-Wismut
versiegte die Quelle und das Bad schloß seine Pforten für
immer.
Im Dorfteich in Laasen kommt es aus ungeklärter
Ursache zu einem großen Fischsterben.
Die Fußwege
innerhalb der Gemeinde Trebnitz werden mit Splitt aus Grobsdorf
ausgebessert. |