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04.

Nov

2005

Chronik 1800 - 1899 PDF Drucken E-Mail
  
 
  •  Die Jahre 1800 - 1899


Brandunglück in Trebnitz, 5 Güter fallen den Flammen zum Opfer.

Beim Rückmarsch der königlich-preußischen Truppen wurde das Regiment "Braunschweig" in den Dörfern Trebnitz, Schwaara Zschippach, Negis, Dorna, Röpsen, Roschütz und Stublach einquartiert. Französische Plünderer raubten den silbernen Abendmahlskelch und eine Patene aus der St. Nicolaus Kirche. Beide wurden später durch den Trebnitzer Einwohner Michael Eichler ersetzt.

In Trebnitz leben in 31 Häusern 181 Einwohner (86 männlich, 95 weiblich).

Hinter der Scheune von Johann Gottlieb Gerhardt in Trebnitz entsteht ein Brand, der weitere 5 Bauernhöfe erfaßt. Es wird Brandstiftung vermutet.

Der Kirchturm wird um 1 Elle erhöht.

Große Viehseuche in Trebnitz.

Wiederum bricht ein Brand in Trebnitz aus. Eine Scheune mit vielen Vorräten wurde durch das Feuer vernichtet.

Reparaturarbeiten im Inneren der Kirche (weitere Renovierungen erfolgen 1841 und 1844).

In Trebnitz werden 160 Einwohner und 28 Häuser gezählt.

Durch die Superindentatur erfolgt eine umfangreiche Kirchen- und Schulvisitation. Der Schulmeister Köberlein unterrichtet in 2 Klassen 72 Schulkinder. Die Überprüfung der Unterrichtsmethoden und der Leistungen ergab keinen Grund zur Beanstandung.

Die Schule in Trebnitz besuchen nur 34 Schulkinder.

Ältestes überliefertes Beicht- und Abendmahlregister (die Konfirmationsregister beginnen 1882).

Johann Gottfried Eichler erhält die Konzession für den Betrieb der Gaststätte "Deutsches Haus" in Trebnitz.

Erteilung der Konzession zum Betreiben einer Bier- und Branntweinschenke an Christian Ferdinand Golde.

Unstimmigkeiten zwischen dem Bürgermeister J.G. Eichler und den Gemeindemitgliedern wegen des Baues eines Kommunikationsweges zwischen Gera und Dorna.

In den Akten des Kammergutes von Laasen wird erstmals als Pächter bis 1904 C.G. Pohle erwähnt. Als Nachfolger wird Herr Renker genannt.

Bei einer Volks- und Viehzählung werden in Trebnitz festgestellt:
- 256 Einwohner
- 52 Pferde
- Privathäuser
- 237 Rinder
- 30 Scheunen
- 391 Schafe
- 169 Schweine
- 15 Ziegen.

Die Gemeindejagd wird für 12 Jahre an die fürstliche Kammer verpachtet.
 
Bau eines Spritzenhauses in Trebnitz.

Laasen zählt 119 Einwohner in 27 Familien und 14 Häusern.
 
Christian Ferdinand Golde aus Laasen verunglückt durch einen Sturz von der Hofscheune tödlich.

Karl Lange wird als Tierarzt in Trebnitz erwähnt.

Das Ortsstatut zur "Aufbringung der Gemeinde und Parochial-Anlagen" tritt in Kraft. Erstmals ist für Laasen ein Gemeindesiegel nachgewiesen. Es besteht in wesentlichen Teilen aus landwirtschaftlichen Attributen wie, Rechen und Sense oder Rechen,Sense und Dreschflegel.

Letzter Versuch zur Wiederbelebung des Trebnitzer Kupferschieferbergbaus unter Bergmeister Hartung. Nachdem bei einem Unfall am sogenannten "Pätzoldschen Schurfschachte" der Steiger Neubert und ein Bergmann am 19.6.1873 tödlich verunglückten, wird der Trebnitzer Bergbau endgültig eingestellt.

Durch die Aufnahme eines Kapitals ist es möglich, in Trebnitz eine neue Schule zu errichten. Am 30. Oktober erfolgt die feierliche Schlüsselübergabe.

Bau einer Kegelbahn in der "Landgrafschen Gaststätte".

Neubau eines Tanzsaales bei Ernst Landgraf

Der Lehrer Friedrich Hermann Brömel wird Vorsitzender des Gemeinderates (bis 1884).

Traugott und Robert Keller werden als Pächter der Trebnitzer Ziegelei erwähnt.

Trebnitz hat 112 Schüler.

Der Gutsbesitzer Otto Uhlemann wird Vorsitzender des Gemeinderates. Der Gastwirt Carl Schmidt erhält das Trebnitzer Ortsbürgerrecht.

Bei Wahl des Gemeinderates wird L. Schumann erneut zum Vorsitzenden ernannt, sein Stellvertreter ist Hugo Eichler.
  26.02.1891

Die Gutsbesitzer Hermann Eichler und Paul Kratzsch aus Trebnitz erhalten das Bürgerrecht.
  15.10.1891
Der jetzige Bürgermeister Franz Gerhardt wird für weitere 6 Jahre für das Amt des Bürgermeisters in Trebnitz gewählt.
  17.11.1891

In der Gemeinderatssitzung werden folgende Beschlüsse gefaßt: Das Zuspätkommen eines Gemeinderatsmitgliedes wird mit 15 Groschen und das unentschuldigte Fehlen eines Mitgliedes mit 30 Groschen bestraft. Zum Feldgeschworenen wird in dieser Sitzung Oskar Gerhardt bestimmt. Der Entwurf zum Ortsstatut über die Biersteuer ist beim Fürstlichen Ministerium zur Genehmigung einzureichen.
  29.12.1891

Der Nachtwächter Senf kündigt seinen Dienst in der Gemeinde Trebnitz. In Trebnitz wird eine Jagdgenossenschaft gebildet. Gutsbesitzer Louis Strukmann wird zum Vorsitzenden der Jagdgenossenschaft gewählt, sein Stellvertreter wird Gutsbesitzer Franz Gerhardt. In den Akten von 1926 wird die Größe des Gemeindejagdbezirkes mit ca. 422 ha angegeben.

Für die weiblichen Tagelöhner wird eine Entlohnung pro Tag mit 1.20 Mk festgelegt.
  23.01.1892

Zum neuen Nachtwächter und Totengräber für Trebnitz wird Gustav Teil eingestellt, für ein großes Grab erhält er 3.00 Mk, für ein mittleres Grab 2.25 Mk und für ein kleines Grab 1.50 Mk.
 
Der Bürgermeister von Trebnitz wird zum Kontrolleur der Biersteuer eingesetzt, dafür erhält er ein Entgelt von 5 Pfennigen pro Hektoliter.

Die Anschaffung einer Briefwaage wird dem Gemeinderat bewilligt.
  28.03.1893

Der Schmiedeteich in Trebnitz wird für die Zeit vom 1.März 1893 bis 28. Februar 1899 an den Bewohner von Trebnitz Leonhardt Wesser verpachtet. Ein jährlicher Pachtzins von 28 Mk ist an die Gemeindekasse zu zahlen.
  1893

Beginn der Kanalbauarbeiten am Gemeindebrunnen.
In Laasen wird Franz Bachmann zum Bürgermeister gewählt.

Der Einwohner Gustav Karius aus Trebnitz erhält das Bürgerrecht. Beim Gastwirt Louis Eichhom wird eine Kegelbahn angebaut.
  14.04.1894

Die Beschotterung des "Pfarrberges" und des Dorfweges wird in Aussicht gestellt.

Der Trebnitzer Gastwirt Louis Hühn wird als Ortsbürger aufgenommen.
  18.07.1895

Die Bürgerrechtsgesuche von Hermann Krutzmann und Franz Vogel werden bestätigt. Antrag zur Beschaffung von 2 Laternen für die Gemeinde Trebnitz wird bestätigt.
  09.1895

In den Akten des Jahres wird ein Brand bei Eichhorn in Trebnitz erwähnt.

Die Gemeinde Trebnitz erhält einen zweiten Nachtwächter. Theodor Trommler übernimmt dieses Amt für 5 Mk pro Woche.
  14.11.1896

Frau Elise Landgraf erhält die Konzession zur Betreibung einer Gaststätte in Trebnitz. Feldgeschworener im Jahr 1896 ist Hermann Hühn. Zum Einschätzungsmitglied wurde Gustav Karius gewählt.

Für den verstorbenen Trichinenbeschauer von Trebnitz und Laasen, Paul Schmidt, wird als Nachfolger der Gastwirt Louis Eichhorn gewählt.
  29.04.1897

Gemäß Beschluß des Gemeinderates sind die Steinbrücken abzureißen. Das Legen von Tonrohren soll bis zum 1.Juni 1897 abgeschlossen sein.
  16.10.1897

Der Bürgermeister Franz Gerhardt wird für weitere 6 Jahre für dieses Amt gewählt. Sein Jahresgehalt beträgt 180 Mk.
  26.11.1897

Der Gutsbesitzer Moritz Gerhardt erhält für Trebnitz das Bürgerrecht.

Gemeinderatsmitglied Franz Eichler wird in würdiger Weise verabschiedet, das Amt für ihn übernimmt Walter Gerhardt aus Trebnitz.
  14.02.1898

Der Lehrer Friedrich Hermann Brömel feiert seine "silberne Hochzeit". Aus der Gemeindekasse werden 50 Mk zum Kauf eines Geschenks zur Verfügung gestellt.
  24.04.1898

Ein Ortsstatut "Die Erhebung des Bürger - und Schutzgenossengeldes" für die Gemeinde Trebnitz tritt in Kraft.
  13.08.1898

Erstmals wird in den Akten der Bau eines Bahnhofes in Trebnitz erwähnt, 3000 Mk sollen von der Gemeinde zur Verfügung gestellt werden. Die Bereitstellung der Mittel wird aber vom Gemeinderat abgelehnt. Bau des Wohnhauses mit Bäckerei in Trebnitz durch Hermann Reichardt aus Töppeln an der Straße nach Schwaara.

Die Bürgerrechtsgesuche von Paul Landgraf und Karl Schädel werden genehmigt, die Verpflichtung der beiden Bürger erfolgte am 29. April 1899.
  09.03.1899

Der Schmiedeteich wird für die Zeit vom 1. März 1899 bis 28. Februar 1905 an Louis Eichhorn zu einem Pachtpreis von jährlich 31 Mk verpachtet.
  18.11.1899

In der Gemeinderatssitzung wird Louis Biedermann zum Kassierer bestimmt. Landwirt Emil Häßelbarth wird als Ortsbürger aufgenommen. Durch den Ortsbrandmeister Franz Vogel wird der Antrag zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr gestellt.
Aktualisiert ( Sonntag, 06. November 2005 um 21:02 )
 

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