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04.

Nov

2005

Chronik 1700 - 1799 PDF Drucken E-Mail
  
 
  • Die Jahre 1700 - 1799


Durch eine Dresdner Gewerkschaft wird unter dem Bergbeamten Pelargus der Bergwerksbetrieb wieder aufgenommen.

Erneuerungsarbeiten am Schulhausbau. 70 Kinder (30 aus Trebnitz, 29 Schwaara und 11 aus Laasen) besuchen die Schule.

Im Kupferbergwerk verunglückt ein Arbeiter tödlich.

Der Bergverwalter Nägelein übernimmt als Nachfolger von Pelargus den Trebnitzer Bergbau. Durch ihn und ab 1715 durch den Kaufmann Köber kommt wegen des rücksichtslosen Raubbaus der Betrieb ins Stocken.

Ein starker Wassereinbruch, mit dessen Beseitigung 16 Bergarbeiter vier Wochen lang beschäftigt sind, behindert den Betrieb.

Das Bergwerk wird an den Leipziger Kaufmann Schwab, der zugleich Hauptkäufer des Kupfers ist, verpfändet.

Die Kirche St. Nicolaus in Trebnitz erhält ein kleines Orgelwerk, das 1736 durch eine neue größere Orgel ersetzt wird.

Der tiefste Stollen zur Erschließung des Trebnitzer Bergwerkes wird in Angriff genommen (Gesaintlänge 600 Lachter mit 5 Luftschächten).

Trotz vieler Versuche, vor allem durch den wieder in Trebnitz tätigen Verwalter Pelargus, kam der Bergbau durch die ungünstigen geologischen Bedingungen der Lagerstätte, die wiederholten Wassereinbrüche und die schlechte Betriebsführung für Jahrzehnte zum Erliegen.

Das Innere der Kirche erhält eine Haupterneuerung. Außerdem wurde das Langhaus höher gebaut und eine zum Kammergut Laasen gehörende Beetstube angebaut.
 
Neuverlosung der Kirchenstände nach der erfolgten Reparatur der Kirche. Für die "Männerstühle" (im Kirchenschiff und den vorderen Sitzen der Empore) waren 16 Groschen zu entrichten. Die "Weibersitze" (die hinteren Sitze der Empore) wurden für 8 Groschen verlost. Die Kirchenstände waren nicht vererbbar und mußten bei einem Todesfall neu verlost werden.

Wegen der notwendigen Reparatur der Pfarrwohnung zu Schwaara kam es zwischen den Besitzern der ganzen Handgüter, der großen und halben Höfe und der Kleinhäusler zu Schwaara, Trebnitz und Laasen zu einer langwierigen Auseinandersetzung über die Bestreitung der Baukosten. Am 17.Juni 1754 kam es zu einer Einigung über die notwendigen Frohnleistungen.

Wegen der drastisch gesteigerten Sterbelehn kommt es zur Erhebung der Bauern in den Dörfern um Gera. Der Aufstand konnte nach der Gefangennahme der Rädelsführer Harnisch und Metzner niedergeschlagen werden.
1794

In Trebnitz leben 160 Einwohner in 28 Häusern. Laasen zählt in diesem Jahr 42 Einwohner (8 Häuser).

Ein neues Gemeindestatut wird für Trebnitz erlassen. Es regelt unter anderem die Besteuerung bei Verkauf bzw. Vererbung der Bauerngüter, die Bestimmungen bei den Begräbnissen und die Bestrafung von Taubendieben.
Aktualisiert ( Sonntag, 06. November 2005 um 21:01 )
 

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